Die Zahl der Patchworkfamilien steigt von Jahr zu Jahr. Bislang war es nur möglich, das Kind des Partners/der Partnerin zu adoptieren, wenn man verheiratet ist. Nicht alle Paare möchten jedoch den Bund der Ehe eingehen. Seit dem 31.03.2020 ist es jetzt bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen möglich, auch sein Stiefkind in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft zu adoptieren. 

1. Bisherige Rechtslage 

Nach den §§ 1741, 1754 I, 1755 BGB konnte nur ein minderjähriges Kind des Ehegatten vom anderen Ehegatten adoptiert werden, die Ehe war also Voraussetzung. 

Das Bundesverfassungsgericht hat mittlerweile per Beschluss entschieden, dass die §§ 1754 II, 1755 I BGB verfassungswidrig sind wegen des Verstoßes gegen das allgemeine Gleichbehandlungsgebot. 

2. Neue Rechtslage    

Ein neuer § 1766 a BGB ist vorgesehen, der die Adoption von Kindern des nichtehelichen Partners ermöglicht. 

Voraussetzungen:

  • Das maßgebliche Kriterium jeder Adoption ist das Kindeswohl. Die Lebensbedingungen des Kindes müssen sich durch die Adoption so verändern, dass eine erhebliche bessere Entwicklung der Persönlichkeit des Kindes zu erwarten ist.
  • Daneben geht aus dem Gesetz hervor, dass eine verfestigte Lebensgemeinschaftin einem gemeinsamen Haushaltvorliegen muss. 

Dies ist gegeben, wenn mindestens vier Jahre ein eheähnliches Zusammenleben vorliegt oder das Paar Eltern eines gemeinschaftlichen Kindes eheähnlich für eine gewisse Dauer  zusammen lebt. Wenn ein gemeinschaftliches Kind vorhanden ist, müssen den Eltern für dieses die gemeinsame elterliche Sorge zustehen.

Der Annehmende soll in Erziehungsfragen als rechtlicher Elternteil eingebunden sein, beide Partner sollen alle mit der elterlichen Sorge verbundenen Aufgaben auch tatsächlich gemeinsamen wahrnehmen. Beide Partner müssen gemeinsam Verantwortung für das zu adoptierende Kind wahrnehmen, es muss ein gemeinsames Familienleben und ein gemeinsamer Haushalt vorhanden sein. 

Lassen Sie sich zu diesen komplexen Fragestellungen beraten. 

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Vaterschaftsanerkennung und Vaterschaftsanfechtung - Häufige Fragen (FAQ)

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Fragen zur Vaterschaft sind nicht nur emotional, sondern auch rechtlich von erheblicher Bedeutung. Denn die rechtliche Vaterschaft entscheidet unter anderem über Unterhalt, Sorgerecht, Umgang und Erbrecht. Rechtlicher und biologischer Vater müssen dabei nicht dieselbe Person sein. Rechtlicher Vater ist nach § 1592 BGB der Mann, der bei der Geburt mit der Mutter verheiratet ist, die Vaterschaft anerkannt hat oder dessen Vaterschaft gerichtlich festgestellt wurde.

Besonders bei unverheirateten Eltern stellt sich deshalb häufig die Frage, ob eine Vaterschaft anerkannt werden sollte – und was geschieht, wenn später Zweifel an der biologischen Abstammung entstehen.

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Unterhalt für volljährige Kinder im Studium – FAQ für Mandanten

01.05.2026

Der Unterhaltsanspruch volljähriger Kinder wirft in der Praxis häufig komplexe Abgrenzungsfragen auf. Insbesondere während eines Studiums stellt sich für Eltern die Frage, wie lange eine Unterhaltspflicht tatsächlich besteht.

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Kindesunterhalt ab 01.01.2026

02.01.2026

Die zum 1. Januar 2026 aktualisierte Düsseldorfer Tabelle ist ab sofort abrufbar. 

Gegenüber der Tabelle 2025 sind die Bedarfssätze minderjähriger und volljähriger Kinder angehoben worden. Außerdem sind die Anmerkungen zur Tabelle um Regelungen des angemessenen Selbstbehalts bei der Inanspruchnahme von Kindern auf Elternunterhalt und von Großeltern auf Enkelunterhalt ergänzt worden.